Dermatologie

Die Dermatologie beschäftigt sich mit Erkankungen der Haut, dazu gehören auch Allergien, da diese oft Juckreiz oder Ohrenentzündungen auslösen. Hauterkrankungen treten bei Haustieren häufig auf, und zeigen sich beispielsweise durch Rötungen, Juckreiz und vieles mehr. 

Besteht das Problem schon länger, muss eine ausführliche Anamnese erfolgen und ein längerer Termin eingeplant werden. Machen Sie diese Termine deswegen gern telefonisch. 

Führen Sie am Vor- und Untersuchungstag in der Tierarztpraxis bitte keine Shampoo- oder Ohrtherapie bei Ihrem Tier durch.

In der Kleintierpraxis werden ca. 25% aller Hunde und Katzen wegen Erkrankungen der Haut, des Fells oder des äußeren Gehörgangs vorgestellt. Die häufigsten Ursachen sind Allergien oder Infektionen durch Bakterien oder Pilze.

Allergien gewinnen immer mehr an Bedeutung. Allergische Reaktionen können unter anderem durch Luft-übertragene Allergene, wie Pollen, Gräser und Hausstaubmilben hervorgerufen werden. Auch Futtermittelallergien treten immer häufiger auf und stellen für die betroffenen Tiere eine quälende Belastung dar. Außerdem können Blut-saugende Parasiten wie Flöhe oder Zecken allergische Reaktionen mit Juckreiz auslösen. 

Bei bestimmten Rassen und besonderen Fellfarben treten Allergien dabei überproportional häufig auf. 

Der Weg, die hauptsächliche Ursache zu finden, ist leider oft langwierig und erfrodert Geduld. Zuerst müssen alle Haut-Erkrankungen, die ähnliche Symptome hervorrufen können, abgeklärt werden. Erst nach Ausschluss von Futtermittel- oder Flohspeichelallergien, kann zum Beispiel die Diagnose Umweltallergie gestellt werden. In diesem Fall ist es meistens unmöglich, das verantwortliche Allergen (z.B. Gräser oder Pollen) zu vermeiden und es muss eine lebenslange Juckreiz-lindernde Therapie durchgeführt werden.

Neben verschiedenen symptomatischen medikamentösen Therapien, kann auch eine Desensibilisierung zur Behandlung der Umweltallergie bei Hund und Katze durchgeführt werden. Um die relevanten Allergene zu identifizieren können ein Serumallergietest (Bluttest) und/oder ein Intrakutantest durchgeführt werden.

Bei einer dermatologischen Untersuchung werden zunächst die gesamte Haut, das Fell, Schleimhäute, Krallen und die Ohren gründlich untersucht. Anschließend werden je nach Art der Veränderungen dermatologische Proben zum Beispiel per Tupfer oder anderen Verfahren genommen und untersucht.

Welche dermatologischen Untersuchungen können wir durchführen:

  • Flohkammprobe
  • Mikroskopische (zytologische) Untersuchung von Abklatsch-, Tesafilm- und Tupferpräparaten, Hautgeschabseln oder Feinnadelaspirationen
  • Entnahme von Hautbiopsien (externes pathologisches Labor)
  • Bakteriologische Kultur inkl. Antibiogramm (externes Labor)
  • Dermatophyten-Schnelltest (in-house), Dermatophyten-PCR (externes Labor)
  • Trichogramm

Die Futtermittelberatung stellt eine wichtige Säule der Allergieaufarbeitung dar. Lesen Sie dazu hier mehr.